Presse

Letztlich ist Proxima Centauri auch einer von wenigen Sternen, die von einer Sonde im Laufe des 21. Jahrhunderts erreicht werden könnten. Normale Raumschiffe benötigen zwar Zehntausende Jahre für die 4,2 Lichtjahre lange Strecke. Der Milliardär Juri Milner verfolgt zusammen mit Stephen Hawking und Mark Zuckerberg allerdings den ambitionierten Plan, einen Schwarm winziger Roboter in Richtung des Sternsystems Alpha Centauri zu schicken.
Die an Sonnensegeln befestigten Minisonden könnten von gewaltigen Laserstrahlen auf ein Fünftel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden und Proxima Centauri binnen 20 Jahren erreichen, glauben Milner und seine Berater. Welchen Himmelskörper die Kameras der Roboter dort ins Visier nehmen würden, sollte seit diesem Mittwoch klar sein.
http://www.nzz.ch/wissenschaft/astronomie/exoplanet-proxima-b-die-beste-der-fremden-welten-ld.112774
Letzter Abruf: 02.12.2016 14:25 Uhr

Die am Dienstag gemachte Ankündigung für eine Reise nach Alpha Centauri sorgt für Diskussionen unter Weltraumforschern. In den 2030er Jahren will der russische Milliardär Juri Milner zusammen mit einer Gruppe amerikanischer Wissenschafter einen Schwarm winziger Roboter zum Nachbarstern der Sonne schiessen. Das Doppelsternsystem Alpha Centauri ist 41 Billionen Kilometer von der Erde entfernt. Heutige Sonden würden für diese Strecke Zehntausende Jahre brauchen. Milners Mini-Raumschiffe sollen hingegen nur 20 Jahre unterwegs sein. Ist der Plan also visionär? Oder eher grössenwahnsinnig?
Fest steht, dass der Internetunternehmer, der einst Physik studiert hat, kompetente Berater um sich geschart hat. Die Astrophysiker Avi Loeb, Saul Perlmutter und Martin Rees zählen zu den Koryphäen ihres Fachs. Die Leitung des Projekts «Starshot» übernimmt Pete Worden, der früher ein Forschungsinstitut der Nasa leitete. Als weitere Unterstützer treten Stephen Hawking und Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf.
Und Milners Team hat ein Konzept ausgearbeitet, das faszinieren kann: Dereinst soll eine Rakete Tausende Mini-Sonden in den Erdorbit schiessen, wo diese jeweils ein Sonnensegel aufspannen. Hunderte synchron geschalteter Laser feuern anschliessend von der Erde aus in den Orbit und geben einer Sonde nach der anderen einen kräftigen Schubser. Das soll die Gleiter binnen zweier Minuten auf ein Fünftel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.
Damit das gelingen kann, dürfen die Sonden nicht viel schwerer sein als ein Gramm. Gleichzeitig sollen sie aber eine Grundausstattung an Elektronik tragen: winzige Kameras, einen kleinen Laser für die Datenübertragung und ein Körnchen radioaktives Material, dessen Zerfall Energie spendet. Die beteiligten Forscher räumen ein, dass Kameras und Laser weiter miniaturisiert werden müssten, um auf den Chip zu passen. Sie sehen aber keine unüberwindbaren Hürden, schliesslich würden elektronische Bauteile von Jahr zu Jahr kleiner. Insgesamt stellt Milner 100 Millionen Dollar für die Technologieentwicklung bereit. Bis der Schwarm der Sonden starten könnte, wären aber vermutlich viele Milliarden nötig. So viel Geld hat wohl selbst Milner nicht.

http://www.nzz.ch/wissenschaft/astronomie/odyssee-zum-nachbarstern-1.18726802
Letzter Abruf: 02.12.2106 14:29 Uhr

Die bislang bekannten Fakten zu Proxima Centauri b
– Der Planet verfügt über mindestens die annähernd gleiche Masse wie unsere Erde – könnte aber auch das Vielfache dieser besitzen.
– Er umkreist seinen Stern einmal alle 11 Tage.
– Sein Stern, ein roter Zwergstern, besitzt nur 12 Prozent der Masse unserer Sonne, ist deutlich lichtschwächer, weshalb seine habitable Zone auch deutlich näher liegt als die des Sonnensystems.
Bei der „habiatble Zone“ handelt es sich um jene Abstandsregion, innerhalb derer ein Planet seinen Stern umkreisen muss, damit auf seiner Oberfläche Wasser in flüssiger Form – und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens – existieren kann.
– Der Planet umkreist seinen Stern 25 mal näher als die Erde die Sonne.
– Der Stern selbst (Proxima Centauri) könnte auch mit den beiden Sternen des Doppelsternsystems Alpha Centauri ein Dreifachsystem bilden. Der Abstand von gerade einmal 15.000 Astronomischen Einheiten (AE = Abstand Erde – Sonne) könnte auch den Planeten Proxima b, seine Vergangenheit und bisherige Entwicklung beeinflusst haben.
– In den Beobachtungsdaten finden sich auch erste Hinweise auf einen zweiten Planeten, der den Stern einmal in 200 Tagen umkreist. Die Existenz dieses Planeten konnte bislang allerdings noch nicht eindeutig nachgewiesen werden.

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/wie-lebensfreundlich-ist-proxima-centauri-b20160831/
Letzter Abruf: 19.12.2016 14.31 Uhr

– Handelt es sich wirklich um einen Felsplaneten wie die Erde?
Tatsächlich legen die meisten Modelle, die das Team dazu befragt hat, dies nahe. In einem solchen Fall wäre dann – aufgrund der milden Temperaturen – auch Wasser in flüssiger Form auf der Oberfläche und damit die Grundlage des uns bekannten Lebens durchaus möglich.
– Wo entstand der Planet ursprünglich und gab es an diesem Geburtsort auch Wasser?
Entweder entstand der Planet an jenem Ort, an dem er heute noch seinen Stern umkreist oder aber weiter von diesem entfernt und damit an Orten, wo Wassereis sehr viel wahrscheinlicher ist. In beiden Szenarien sei es aber durchaus möglich, dass Proxima b wasserreich sein könnte. Sicher sei dies bislang aber noch nicht.
– War der Planet einst – ähnlich wie unser Neptun – von einer Wasserstoffatmosphäre umgeben, die nach und nach verschwand, wodurch der Planet erdähnlich wurde?
Einige Modelle zeigen, dass genau dieser Vorgang durchaus möglich ist, und der Planet deshalb auch lebensfreundlich sein könnte.
– Könnten die regelmäßigeren Sonnenausbrüche des roten Zwergsterns eine einst vorhandene und die Oberfläche (und dort möglicherweise vorhandenes Leben) vor der stellaren Strahlung schützende Ozonschicht schon längst regelrecht weggebrannt haben?
Auch dieses Szenario wird von den Wissenschaftlern anhand der Simulationen nicht ausgeschlossen. Allerdings könnte auch Proxima b, wie unsere Erde, von einem starken Magnetfeld vor der stellaren Strahlung geschützt werden. Zudem könnte Leben auch einige Meter unter der Oberfläche gedeihen und wäre hier vor der schädlichen Strahlung geschützt.
– Eine weitere wichtige Frage sei die der Rotationsgebundenheit. Weist der Planet aufgrund seiner dichten Nähe zu seinem Stern, diesem also – wie der Mond unserer Erde – stets die gleiche Seite zu?
Selbst wenn dem so wäre, müsse dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass auf einem solchen Planeten kein Leben möglich wäre. Während Wissenschaftler lange Zeit davon ausgingen, dass in einer solchen Welt die stetige Tagseite zu heiß und die entsprechende Nachtseite zu kalt für Leben sei, zeigen neuere Modelle und Berechnungen, dass starke planetare Atmosphärenzirkulation auch auf derartigen Planeten die Wärme global verteilen kann (…GreWi berichtete).
„Alle diese Fragen sind von zentraler Bedeutung, wenn wir die potentielle Lebensfreundlichkeit von Proxima Centauri bewerten wollen“, so Barnes.
Während unsere eigene Sonne voraussichtlich schon in rund vier Milliarden Jahren erlischt, dürfte Proxima Centauri noch etwa vier Billionen Jahre länger brennen. „Sollte Proxima b also lebensfreundlich sein, so könnte es eines Tages tatsächlich der ideale Ort sein, wenn die Menschheit die Erde auf der Suche nach einer neuen Heimat verlassen muss. Vielleicht haben wir also gerade unser nächstes Zuhause gefunden?“, so Barnes abschließend.

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/wie-lebensfreundlich-ist-proxima-centauri-b20160831/
Letzter Abruf: 023.12.2016 08:33 Uhr

Im Lauf der Beobachtungen verdichteten sich die Hinweise auf die Existenz eines Planeten. „Ich habe die Beobachtungsdaten jeder einzelnen Nacht unserer Kampagne auf ihre Stimmigkeit überprüft“, sagt Guillem Anglada-Escudé. „Die ersten zehn Tage waren bereits vielversprechend, die ersten 20 entsprachen unseren Erwartungen, und nach 30 Tagen war das Ergebnis so sicher, dass wir uns daran machten, den entsprechenden Fachartikel zu entwerfen.“
Allerdings war die Interpretation der Daten kompliziert: Wie erwähnt, ist Proxima Centauri aktiv und besitzt ein starkes Magnetfeld. Daher sollten in seiner Atmosphäre häufig dunkle, kühlere Flecken auftreten. Diese beeinflussen die Messungen der Radialgeschwindigkeit, weil sie das Spektrum verändern und im ungünstigsten Fall die Anwesenheit eines Planeten vorgaukeln.
Um die Beobachtungen abzusichern, müssen solche Effekte berücksichtigt werden. Ausgerechnet das Alpha-Centauri-System – ein Doppelsternsystem, das so nahe an Proxima steht, dass dieser sogar der dritte Partner im Bunde sein könnte – bietet ein mahnendes Beispiel: Zwischen 2012 und 2015 glaubten viele Astronomen, der erdnächste Exoplanet sei Alpha Centauri Bb, im Umlauf um Alpha Centauri B. Inzwischen gehen die Forscher jedoch davon aus, dass dieser Planet in Wirklichkeit gar nicht existiert.
Im Fall von Proxima Centauri ergibt sich letzte Sicherheit aus älteren Beobachtungen, die Martin Kürster vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und sein ehemaliger Doktorand Michael Endl (University of Texas) ausgeführt und gemeinsam mit Kürsters früherem Doktoranden Mathias Zechmeister (Universität Göttingen) analysiert hatten. Die Beobachtungen waren Teil einer systematischen Suche nach Begleitern von M-Sternen, vorgenommen im Zeitraum von 2000 bis 2007 mit dem UVES-Spektrografen am Very Large Telescope der ESO.
„Bereits in unseren alten Messungen zeigte sich ein Signal, das einem Planeten mit einer Umlaufdauer von 11,2 Tagen entspricht“, sagt Martin Kürster. Aber allein mit diesen Daten sei es unmöglich zu entscheiden, ob das Signal tatsächlich von einem Planeten stamme oder von einer zufälligen Kombination von Störeinflüssen herrühre.
Kürster weiter: „Kombiniert man unsere Daten dagegen mit den neuen Messungen, dann bestätigt sich, dass die Pale-Red-Dot-Kampagne tatsächlich einen echten Planeten gefunden hat.“ Ein Störsignal auf der Basis stellarer Aktivität wäre über die vergangenen 17 Jahre unmöglich so konstant geblieben.

https://www.mpg.de/10696754/proxima-centauri-planet
Letzter Abruf: 12.11.2016 11:07 Uhr

Zitate angesehener Leute zur Thematik UFO:
http://www.youtube.com/watch?v=GQdu3JMKZWs

Share This: